Die Gütersloher Innenstadt, in ihrem jetzigen Zustand, weist erhebliche bauliche und planerische Defizite auf. Der Berliner Platz mit angrenzenden Lagen und das sogen. Areal „Wellerdiek“ sind nur einige Beispiele für vorhandene „Baustellen“. Diese und viele andere Bereiche bedürfen dringend einer stadtgestalterischen und baulichen Aufwertung.
Sehr geehrter Herr Kollmeyer,
sehr geehrte Damen und Herren,
die Fraktion DIE LINKE stellt folgenden Antrag:
1.) Die Planfläche für einen Masterplan der Gütersloher Innenstadt soll mind. die Fläche der Innenstadt betragen und etwa durch die Straßen Friedrich-Ebert-Str., Bismarkstr., Barkeystr., Blessenstätte, Kirchstr., Kaiserstr. eingegrenzt werden.
2.) In einer ersten Bürgerbefragung soll der infrastrukturelle Fehlbedarf ermittelt werden.
3.) Danach soll ein innerstädtischer Ideen- und Planungswettbewerb ausgelobt werden.
4.) Die Ergebnisse werden anschließend den Bürgern zur Bewertung und Abstimmung vorgelegt.
5.) Daraus erarbeitet die Verwaltung einen Masterplan und legt diesen Plan dem Ausschuss zur Entscheidung vor.
Die Gütersloher Innenstadt, in ihrem jetzigen Zustand, weist erhebliche bauliche und planerische Defizite auf. Der Berliner Platz mit angrenzenden Lagen und das sogen. Areal „Wellerdiek“ sind nur einige Beispiele für vorhandene „Baustellen“. Diese und viele andere Bereiche bedürfen dringend einer stadtgestalterischen und baulichen Aufwertung.
Hier ist als erste Adresse für Ideen der Bürger gefragt. Eine gut funktionierende Innenstadt ist ein wichtiges städtebauliches Merkmal und sollte daher von primärem Interesse für die Bürger sein. Aus dem Grund sollte auch zuerst der Bürger gefragt werden, wie er sich seine Innenstadt vorstellt. Welche Geschäfte wünscht er sich, wo sollen Freiflächen, Cafe´s, Wege, Plätze, Bauwerke und andere Einrichtungen hin kommen? Auch aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine funktionierende Innenstadt zwingend notwendig.
Externe Projektentwickler sind dort für die Planung völlig ungeeignet. Das primäre Ziel eines Projektentwicklers ist immer der Profit den er erwirtschaften kann und nicht die Bedürfnisse der Bürger. Aus dem Grund sind Entwürfe von Projektenwicklern, die damit Profit machen wollen, von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Nachdem eine Bedarfsermittlung statt gefunden hat, die nur den Bürgerinteressen unterliegt, soll auf dieser Grundlage ein Ideen- und Planungswettbewerb ausgelobt werden. Hier ist besonders darauf zu achten, dass bei externen Planern keine späteren, profitorientierten Interessen Vorrang haben.
Die danach entstandenen Entwürfe werden den Bürgern vorgestellt und zur Bewertung gegeben. Der Bürger soll bewerten können, wie er sich seine zukünftige Innenstadt wünscht und vorstellt.
Aus den Ergebnissen erarbeitet die Verwaltung einen Masterplan „Innenstadt“ und legt diesen dann dem Ausschuss zur Beratung und Entscheidung vor.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Manfred Reese
(Fraktionsvorsitzender)