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15. September 2017 DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh

Antwort auf die Anfrage des "Bündnisses gegen die Tönnies-Erweiterung"

Liebe Widerständlerinnen und Widerständler im „Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung“,

wir begrüßen die Aktivitäten des „Bündnisses gegen die Tönnies-Erweiterung“ und den breiten Protest gegen die Pläne der Schlachtfabrik. In fast 100 Einwendungen haben sich Anlieger*innen, Umwelt- und Tierschutzverbände, das Bündnis und viele andere gegen die Erweiterung der Tötungszahlen ausgesprochen. Die Einwendungen enthalten gut ein Dutzend handfeste Gründe um den Antrag des Konzerns abzulehnen.

DIE LINKE schließt sich diesen an und lehnt die Kapazitätserweiterung ebenso ab!

Von vielen Seiten wird das System Tönnies seit Jahren heftig kritisiert. Es gibt Aktionen von Tierrechtler*innen gegen Schlachtfabriken und Massentierhaltung. Umweltverbände protestieren gegen die Zerstörung der Umwelt durch die industrielle Landwirtschaft. Die IG WerkFAIRträge und das Team von Faire Mobilität setzen sich für die Werkvertragsarbeiter*innen ein. Aber all das hat leider wenig geändert. Der Tönnieskonzern steht weiterhin beispielhaft für ein Geschäftsmodell, dass auf die grenzenlose Gier nach Konsum und Profit setzt und somit auf die skrupellose Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur.

Die Verhinderung der Erhöhung der Tötungszahlen kann folglich nur der erste Schritt sein.

Die praktizierte Art der industriellen „Produktion“ von Fleisch muss grundsätzlich überdacht werden. Weltweiter Futtermittelanbau und Monokulturen zerstören Lebens- und Naturräume und führen zu einem der größten Artensterben in der Geschichte unseres Planeten. Gülle, Agrochemie, Medikamentenrückstände und multiresistente Keime vergiften Boden und Wasser. Massentierhaltung, Viehtransporte und Schlachthöfe verursachen ein noch nie dagewesenes, unfassbares Tierleid. Millionen Menschen erkranken an den Folgen des übertriebenen Fleischkonsums. Viele Arbeiter*innen im Agrarsektor arbeiten und leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Zugleich zerstören die hochsubventionierten Agrarexporte der EU, „Investoren“ und Spekulanten soziale Strukturen von Rheda-Wiedenbrück über Rumänien bis Afrika.

Die globale Agrarindustrie sichert keinesfalls die Versorgung mit Lebensmitteln, sondern sie zerstört die Grundlagen der Nahrungserzeugung. Sie ist verantwortlich für die Vernichtung von Ressourcen, für Klimaveränderung, treibt Menschen in die Flucht und zwingt Millionen Menschen zum Hungern. DIE LINKE steht deshalb für eine vorrangig regionale und saisonale Erzeugung und Nutzung von Lebensmittel. Zwingend notwendig ist ebenso der Übergang zu einer ökologischen Landwirtschaft.

DIE LINKE ist gegen die weltweite Ausbeutung und stattdessen für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem. Wir wollen eine Globalisierung der Gerechtigkeit und den Schutz von Tier und Natur.

Wir freuen uns auf weitere gemeinsame fantasievolle und gelungene Aktionen.

Solidarische Grüße im Namen des Kreisverbandes DIE LINKE Gütersloh,

Uschi Kappeler, Sprecherin; Michael Pusch, Sprecher

www.dielinke-guetersloh.de, 05423-4740952, info@die-linke-guetersloh.de