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27. November 2017 DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh

DIE LINKE Kreis Gütersloh: Campina vernichtet in 5 Minuten 300 Arbeitsplätze

Vergeblicher Protest gegen die Schließung des Homann-Werkes

Vergeblicher Protest gegen die Schließung des Homann-Werkes

5 Minuten nahm sich der Mitgeschäftsführer von Friesland-Campina Sido Schoustra Zeit, um den Beschäftigten die Schließung des Gütersloher Werkes mitzuteilen. Ohne Vorwarnung stehen fast 300 Beschäftigte und deren Familien vor dem Verlust der Arbeitsplätze. Zuzüglich derer, die in Zulieferbetrieben bedroht sind. Aber nicht nur Gütersloh ist betroffen. In Heilbronn verlieren weitere 74 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

Dazu Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE: „Wir unterstützen die Forderung der Beschäftigten nach der Sicherung der Arbeitsplätze. Aber es dürfte schwierig werden, die Königliche FrieslandCampina, einen multinationalen Konzern und fünft größtes Molkereiunternehmen der Welt, von der Entscheidung abzubringen. Ich erinnere mich gut an den kräftigen Protest gegen die Schließung des Homann-Werkes vor gerade einmal 7 Monaten. Die Sache ist gelaufen, das Thema ist schon lange aus den Schlagzeilen, über 1000 Arbeitsplätze sind verloren. Wer die Chance hat, sucht sich einen anderen Job. Mit Leiharbeitern wird versucht, die Produktion bis zur Schließung aufrecht zu erhalten. Immer noch unklar sind die Perspektiven für die Beschäftigten des Gütersloher Wurstproduzenten Marten. Auch viele andere Betriebe im Kreis, besonders in der Fleischbranche, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Als einzige Alternative zur Schließung erscheint oft die Übernahme durch einen „Investor“. Ein Spiel mit ungewissem Ausgang. Von denen, die einen Job haben, wissen viele nicht, wie es morgen aussieht. Besonders schlecht ist die Lage für Menschen in Leiharbeit und Werkverträgen. In Sachen prekäre Beschäftigung ist der Kreis Gütersloh deutschlandweit führend.“

Die Sprecherin des Kreisverbandes, Uschi Kappeler: „Nicht nur die Arbeiterinnen und Arbeiter des Campina-Werks gehören zu den Verlierern der Schließung. Zu Recht kritisieren die Milchbauern im Kreis Gütersloh die weitere Konzentration des Milchmarktes. Zugleich müssen sie für ihre Produkte künftig noch weitere Transportwege in Kauf nehmen. Das ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch unsinnig. Gute und sichere Arbeitsplätze sind eine wichtige Basis sozialer Gerechtigkeit. Leider erfahren wir fast täglich, dass diese dem Profit einzelner geopfert werden.

Nicht besser ergeht es der Natur. Zukunftsfähig wird aber nur eine Gesellschaft sein, die ökologisch nachhaltig und nach ethischen Gesichtspunkten wirtschaftet. Dazu gehört die Schaffung fairer sozialer Strukturen ebenso wie die unverzügliche Durchsetzung eines wirksamen Schutzes der Umwelt. Dabei kommt es durchaus zu Konflikten. So kann nicht jeder Arbeitsplatz in der jetzigen Form erhalten werden. Die Politik, aber vor allem die Beschäftigten, ihre Betriebsräte, die Gewerkschaften, die Umweltverbände und viele andere sind gefordert, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. DIE LINKE steht dafür, den sozial-ökologischen Umbau offensiv voranzutreiben.“