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14. Juli 2017 Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung

Trinkwasser statt Billigfleisch!

In der Aabach-Talsperre ist zu wenig Wasser vorhanden um rund 250.000 Menschen in den Kreisen Paderborn und Gütersloh gut zu versorgen. Betroffen sind die Städte Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh. Seit 8 Jahren gehen die Niederschläge in OWL merklich zurück. Bereits vor 6 Wochen riefen die Versorger zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. Beim heutigen Erörterungstermin zum Antrag auf Kapazitätserweiterung der Firma Tönnies lagen zahlreiche Erwiderungen vor, die sich aus diesem Grund für eine Ablehnung aussprachen. Auf der Tagesordnung war „Wasser“ nur einer von 24 Punkten.

Lobenswert war das Vorhaben der Kreisverwaltung, allen wichtigen Punkten in der Anhörung Platz zu geben. Es ging um die Folgen für die betroffenen Anwohner*innen, um Naturschutz, Tierschutz, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Arbeitsbedingungen in der Schlachtfabrik. Sogar „Allgemeine gesellschaftspolitische Fragestellungen“ standen am Ende der langen Liste. Leider hat die Kreisverwaltung nicht bedacht, dass nur die wenigsten Menschen an einem Mittwoch den ganzen Tag Zeit haben, um an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen.

Der Kreisverwaltung scheint auch der Zusammenhang nicht klar zu sein zwischen der immer unsicherer werdenden Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und der beantragten Kapazitätserweiterung. Dabei liegen die Fakten auf dem Tisch. Das gesamte vom städtischen Wasserwerk Rheda-Wiedenbrück geförderte Wasser reicht nicht, um den heutigen Bedarf der Firma Tönnies zu decken. Der Mehrbedarf und die Versorgung aller Einwohner*innen und aller anderen Betriebe erfolgt über ein Verbundnetz aus Nachbargemeinden. Mit der Erweiterung wird der Wasserverbrauch von Tönnies um täglich rund 1.000 m³ auf dann 6.500 m³ steigen.

Trotz alledem scheint der Wasserverbrauch für die zuständigen Stellen in Kreis und Regierungsbezirk kein Grund für eine Ablehnung zu sein. Gesetze und Vorschriften sind von der Politik offensichtlich so gestaltet, dass der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt weit hinter die Interessen einzelner Konzerne zurückfällt. Denen geht es aber nicht um gutes Trinkwasser, das Schicksal der Werkvertragsarbeiterinnen und -arbeiter, den Schutz der Tiere und den Erhalt der Umwelt.

Das „Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung“ erwartet von Kreisverwaltung und Kreispolitik, alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten auszunutzen um die Erweiterung zu verhindern.

Ohne den Druck der Bürgerinnen und Bürger wird das nicht gelingen!