„Keine Zeit für Sandkastenspiele“
Nett angedacht, der immer größer werdenden Zahl der Versmolder, die sich keinen Urlaub leisten können, den Strand nach Versmold zu bringen. Äußerst ökologisch wäre das Ganze dazu, wenn sich der eine oder andere von einer Fernreise abhalten ließe.
Leider hat niemand an die Marktleute gedacht. Diese haben, wie viele andere Einzelhändler ebenso, sowieso schon mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Die Aussichten sind auch nicht rosig. Ein Verdrängen der Marktleute in die Wiesenstrasse mit weniger Platz und weniger Umsatz hält DIE LINKE deshalb für falsch und für zu kurz gedacht.
Wichtige Aufgabe der Kommunalpolitik muss es sein, regionale Wirtschaftsstrukturen und die Vermarktung regionaler Produkte nachhaltig zu stärken. Darunter fallen nicht das kurze Vergnügen einiger und der Gewinn weniger!
Nichts spricht natürlich dagegen, die Innenstadt attraktiver zu machen. Ideen gibt es genug! So machten erst vor wenigen Wochen Dutzende von Versmoldern Vorschläge zur Gestaltung des Kirchplatzes. Davon hätten alle auf Dauer etwas. Das ganze entpuppte sich aber als Strohfeuer und Ablenkungsmanöver und viele gute Ideen verschwanden schnell in der Schublade. Wie wäre es, wenn die Sponsoren der Strandlandschaft nicht auf Sand bauen würden, sondern ihr Geld am Kirchplatz investierten?
Die „Strandlandschaft“ aber wird nicht nur Ebbe in die Kasse der Marktleute bringen, sie bringt auch den S(tr)and in die anliegenden Geschäfte. Ob sich Rewe, Rummler, Krüger und Nachbarn darüber freuen?
Unser Vorschlag: Die Strandlandschaft kommt vor das Rathaus. Dann hat unser Bürgermeister den Sand im Büro.
Dann kann auch der eine oder andere Politiker schneller baden gehen!
Michael Pusch, Marco Lehmann, DIE LINKE.Versmold