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Lesen gegen das Vergessen
Lesen gegen das Vergessen

DIE LINKE. Ratsfraktion Gütersloh

Antrag für den Bildungsausschuss am 20.11.2018

Etablieren der Gedenkveranstaltung „Lesen gegen das Vergessen“ in Gütersloh

Für die Sitzung des Kulturausschusses am 20.11.2018 stellen die Fraktionen
DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN folgenden Antrag:

Die Stadt Gütersloh richtet eine öffentliche Lesung aus, mit der an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 erinnert werden soll. Diese Lesung soll im Veranstaltungskalender der Stadt Gütersloh fest etabliert werden und jedes Jahr zeitnah zum 10. Mai im Ratssaal stattfinden. Bei der Veranstaltung soll mit den weiterführenden Schulen in der Stadt zusammengearbeitet werden.

Begründung:
Angesichts der jüngsten politischen Ereignisse u. a. in Chemnitz, der wachsenden Unwissenheit über die jüngere deutsche Geschichte und dem erneuten Erstarken des Rechtsradikalismus in Deutschland ist es notwendig, die Erinnerung an die durch die Nationalsozialisten ausgeübte Barbarei wachzuhalten. In vielen deutschen Städten wird in der ersten Maiwoche an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 erinnert. Mit dieser Aktion begann damals die „Gleichschaltung“ des geistigen Lebens in Deutschland. Im Vorfeld waren
Studenten und Jugendverbände, die den Nationalsozialisten nahestanden, ausgeschwärmt, hatten Buchhandlungen, Universitätsbibliotheken und öffentliche Büchereien durchforstet und die Bücher der Autor*innen requiriert, die den Nationalsozialisten missliebig waren. Sei es auf Grund ihrer jüdischen Herkunft, oder weil sie in der Wissenschaft Positionen vertraten, die nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passten. 

Am 10. Mai 1933 loderten nicht nur auf dem Theatervorplatz in Berlin, sondern auch an vielen anderen deutschen Städten die Scheiterhaufen. Heutzutage wird in vielen deutschen Städten an diese Barbarei erinnert. An diesem Tag lesen Bürgerinnen und Bürger – auch Ratsmitglieder oder andere Funktionsträger ausgewählte Passagen aus den Werken der damals verfemten Schriftsteller und Schriftstellerinnen. In der Regel finden die Lesungen im Ratssaal, bei gutem Wetter auf dem Rathausvorplatz statt. Es sind auch Bezüge denkbar, die sich gegen Zensur und Verbote wie z.B. in China, Iran, Russland, Türkei richten. In Bielefeld gibt es seit vier Jahren die Aktion „Lesen gegen das Vergessen“. Sie nimmt mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt ein und steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters. Die Bielefelder Aktion „Lesen gegen das Vergessen“ wird von einem breiten Bündnis getragen, in dem unter anderem alle Ratsfraktionen, die DGB-Jugend, die Evangelische Kirche, die Gewerkschaft Ver.di, die Frauengleichstellungsstelle, die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld, die Frauenverbände und das Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL beteiligt sind. Eine überparteiliche Aktion dieser Art steht auch der Stadt Gütersloh gut zu Gesicht.

 

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