Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Michael Pusch

DIE LINKE. Versmold ist empört: Todsichere Karrieretipps im Versmolder Rathaus.

Michael Pusch

Künftig dürfen zwei Feldwebel der Bundeswehr regelmäßig im Versmolder Rathaus die Vorzüge einer Karriere bei der Armee anpreisen. Das „Großunternehmen“ sei auch für ungelernte Kräfte attraktiv, biete Ausbildungsplätze in rund 100 Berufen und etwa 30 Studiengänge.

„Es ist eine unverschämte Dreistigkeit,“ so Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE., „wenn die gleichen Politiker, die seit Jahrzehnten unser Bildungssystem demontieren, tatenlos zusehen, wie 10.000de Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden und Studiengebühren einführen, es zulassen, wenn sich die Armee als Zukunftsperspektive für junge Menschen präsentiert.“

Künftig dürfen zwei Feldwebel der Bundeswehr regelmäßig im Versmolder Rathaus die Vorzüge einer Karriere bei der Armee anpreisen. Das „Großunternehmen“ sei auch für ungelernte Kräfte attraktiv, biete Ausbildungsplätze in rund 100 Berufen und etwa 30 Studiengänge.
„Es ist eine unverschämte Dreistigkeit,“ so Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE., „wenn die gleichen Politiker, die seit Jahrzehnten unser Bildungssystem demontieren, tatenlos zusehen, wie 10.000de Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden und Studiengebühren einführen, es zulassen, wenn sich die Armee als Zukunftsperspektive für junge Menschen präsentiert.“


Todsicher war solch ein „Karrieretipp“ für die 69 Soldaten, die bisher bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr ums Leben kamen. Allerdings starben davon „nur“ 13 durch Fremdeinwirkung. Diese Zahl dürfte erheblich steigen, wenn wie von der Bundesregierung gewünscht, ab Sommer 2008 rund 250 Bundeswehrsoldaten den norwegischen Kampfverband im Norden Afghanistans ablösen. Dann versinkt die Bundeswehr endgültig im Sumpf eines gescheiterten Krieges.
Was Herr Mummert, hoffentlich unüberlegt, als „besonders attraktiv“ bezeichnet, hat für die jun-gen Männer und Frauen noch ganz andere Folgen. Bisher starben laut „Stern“ mehr Soldaten durch Selbstmord als durch “Feindeinwirkung“. Aber es sind nicht nur die tödlichen Folgen, die das Leben der Soldatinnen, der Soldaten und ihrer Angehörigen ruinieren.
Leichenschändungen und der Mißbrauch hungriger Kinder zur Minensuche durch Soldaten der sogenannten ISAF-Schutztruppe sind nur die Spitze des Eisbergs. »Wenn die Kinder losliefen, um sich die Äpfel zu holen, und es keinen Knall gab, wurde dieses Feld als geklärt und unver-mint betrachtet,« so die Aussage eines deutschen Soldaten. Dem ist nichts hinzuzufügen!
Der Krieg zerstört die Menschen nicht nur physisch. Es gibt massive Fälle von Alkoholmiss-brauch und wenig bekannt ist, dass immer mehr Soldaten traumatisiert von Auslandseinsätzen zurückkommen.
Sogenannte Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) hängen mit einem schwerwiegen-den, traumatischen Ereignis zusammen. Chronische Verläufe können über zehn, zwanzig oder mehr Jahre gehen. „Das ist wie eine eingebrannte Narbe im Gehirn,“ so Karl-Heinz Biesold, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. In den USA leiden auch 33 Jahre nach Ende des Vietnamkrieges noch 250.000 Veteranen an PTBS.
DIE LINKE. ist empört darüber, dass die Not junger Menschen dazu genutzt wird, die Bundes-wehr mit ausreichend Soldaten für weltweite Kriege zu versorgen. Sie fordert ein Ende der zahlreichen milliardenschweren Aufrüstungsprojekte und eine drastische Kürzung der Rüstungsausgaben. Das Geld wird dringend gebraucht zur Schaffung von Ausbildungsplätzen und von zivilen Arbeitsplätzen.
DIE LINKE. fordert den Bürgermeister und den Rat der Stadt Versmold auf, ihrer Verantwortung für die Versmolder gerecht zu werden und den Vertretern der Bundeswehr die Nutzung der Räume zu untersagen. Unsere Kinder dürfen nicht zu Kanonenfutter werden. Bis die Versmol-der Politik wach wird, sollten sich alle Gegner von Aufrüstung und Krieg den dritten Dienstag im Monat vormerken. Am 19. Februar von 13 bis 16 Uhr gibt es Anlaß zu Protest!
DIE LINKE. hat noch weitaus mehr zu sagen. Sie finden sie im Internet unter die-linke-guetersloh.de

Michael Pusch, Sprecher
DIE LINKE.KREIS GÜTERSLOH


Kontakt

DIE LINKE.
KREISVERBAND GüTERSLOH
Postfach 2305
33253 Gütersloh

E - Mail:
info.kreisverband@dielinke-guetersloh.de

Kreisvorstand: Emanuel Zurbrüggen, Florian Baumann, Uschi Kappeler, Camila Cirlini, Michael Pusch, Ludger Klein-Ridder

Das LINKE. Büro in Gütersloh

Bismarckstraße 2
33330 Gütersloh

Tel: 05241 2112654
Fax: 05241 2112656


 

Anfahrt

Mitmachen!