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Kreis Gütersloh: Landrat und Kreistag dulden seit Jahren die katastrophale und gefährliche Situation in den Schulbussen

Bildlegende 1: Schon im letzten Jahr forderten fast 200 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Borgholzhausen: „Wir wollen einen größeren Bus!“

Viele Schülerinnen und Schüler im Kreis Gütersloh müssen bis zu einer Stunde in überfüllten Bussen in Kauf nehmen um ihre Schulen zu erreichen. Grund genug für den Arbeitskreis Kommunalpolitik des Kreisverbandes Gütersloh DIE LINKE., sich mit diesem Thema zu befassen.
„Das ist weder aus Gründen der Sicherheit hinnehmbar noch ist es den SchülerInnen zuzumuten, ihren bis zu 10-stündigen Schultag mit einer derartigen Tortur zu beginnen und zu beenden,“ so Marco Lehmann, Sprecher der Linksjugend [`solid‘] im Kreis und selbst jahrelang im Bus von Versmold nach Rheda-Wiedenbrück unterwegs. Auch Karl Koch, stellvertretender Sprecher des Stadtverbandes DIE LINKE.Gütersloh weiß aus eigener Erfahrung um die Zustände in den Bussen. Im Auftrag des Elternrates einer Gütersloher Schule begleitete er 4 Wochen lang die Schülerinnen und Schüler und hielt seine Erfahrungen fest. Wie viele andere Eltern auch protestierte er bisher vergeblich gegen diesen Missstand.
„Scheinbar nehmen die Verantwortlichen Gesetzesverstöße und Sicherheitsrisiken in Kauf. Wenig bekannt ist zum Beispiel, dass Busse außerorts nur 60 km/h fahren dürfen, sobald jemand keinen Sitzplatz hat. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h ist die Energie im Falle eines Unfalls fast doppelt so stark wie bei 60 km/h. Aber selbst bei Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit sind besonders die stehenden Schülerinnen und Schüler extrem gefährdet. Da helfen auch die gesetzlich vorgeschriebenen Halteeinrichtungen nicht, soweit sie den Kindern überhaupt zugänglich sind,“ soweit Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE.. Als Vater einer Schülerin, die täglich im vollgestopften Bus zur Schule fahren muss, weiß auch er, wovon er spricht.
Oft ignoriert wird auch, dass Ein- und Ausstiege und der Bereich neben dem Fahrersitz als Stehplatzflächen nicht zulässig sind. Auch eine entsprechende Beschilderung ist vorgeschrieben.
Die Busfahrerinnen und Busfahrer allerdings sind kaum in der Lage, die Vorschriften einzuhalten. Würden sie diese konsequent umsetzen, müßten sie oft die Fahrpläne ignorieren und Fahrgäste stehen lassen. Im Gegenteil, die Fahrer sind gezwungen Strafen zu riskieren und ihren Beruf aufs Spiel zusetzen. Von den Folgen eines ernsthaften Unfalls ganz zu schweigen.
Die Verantwortung für diesen gefährlichen Mißstand tragen einzig Schulträger und Busunternehmen. Besonders delikat hierbei ist die Situation des Landrats, der nicht nur für den Abschluß der Schulbusverträge verantwortlich ist, sondern zugleich als oberster Dienstherr der Polizei im Kreis die Verantwortung für die Einhaltung der Gesetze trägt.
„Wir werden die Einleitung gerichtlicher Schritte gegen die Verantwortlichen prüfen,“ bringt Hans-Werner Elbracht, Mitglied im Kreisvorstand, die Empörung aller auf den Punkt.
Für die "Fahrschüler" bedeutet die gegebene Situation aber nicht nur eine grob fahrlässige Gefährdung, sondern auch zusätzlichen Streß und somit eine klare Benachteiligung. Auch LehrerInnen und Eltern haben die Folgen zu tragen.
DIE LINKE. im Kreis Gütersloh wird deshalb einen Antrag an den Kreis stellen und die sofortige Abstellung dieses Zustandes fordern. "Einen Platz für jede Schülerin und jeden Schüler" ist die Forderung. Das darf allerdings nicht zu längeren Fahrzeiten führen, sondern kann nur durch den Einsatz von mehr Bussen und somit die Einstellung weiterer BusfahrerInnen erfolgen. Aber auch zusätzliche Kosten für Schüler und Eltern dürfen nicht entstehen. Deshalb wird DIE LINKE. von der Landesregierung verlangen, dass die Kürzungen der Mittel für Schülerfahrten zurückgenommen werden und weitere Gelder zur Verfügung gestellt werden. Damit stehen zugleich Ressourcen für einen Ausbau des ÖPNV zur Verfügung. Sicher eine viel sinnvollere Anlage, als das Geld den Versagern in Banken und Automobilkonzernen hinterher zu werfen.
Der Arbeitskreis Kommunalpolitik trifft sich zweimal monatlich um die kommunalpolitischen Forderungen der Linken zu formulieren. Alle Bürger sind aufgefordert, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Nächstes Treffen ist am 1. Dezember um 19 Uhr in der Weberei Gütersloh. Kontakt: info@die-linke-guetersloh.de oder  05423-4740952. Mehr zur LINKEN im Kreis Gütersloh unter www.die-linke-guetersloh.de.

Marco Lehmann, Hans-Werner Elbracht, Michael Pusch
Kreisvorstand DIE LINKE. Kreis  Gütersloh


Kontakt

DIE LINKE.
KREISVERBAND GüTERSLOH
Postfach 2305
33253 Gütersloh

E - Mail:
info.kreisverband@dielinke-guetersloh.de

Kreisvorstand: Uschi Kappeler (Sprecherin), Michael Pusch (Sprecher), Camila Cirlini (stellv. Sprecherin) , Ludger Klein-Ridder (Schatzmeister), Sonja Heitmann, Emanuel Zurbrüggen, Margrit Dorn, Ercan Korkmaz

Das LINKE. Büro in Gütersloh

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