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DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh

Tag der Bundeswehr in Augustdorf – Verherrlichung von Gewalt?

Vom Schützenpanzer bis zum Kampfpanzer gibt es am 15. Juni 2019 in Augustdorf Kriegsgerät zum Anfassen. An 14 Standorten bundesweit präsentiert sich das Militär als attraktiver Arbeitgeber. Es kämpft im „humanitären Einsatz“, „für die Menschenrechte“ oder im „Krieg gegen den Terror“. Die Realität sieht anders aus. In Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Jemen, Mali und vielen anderen Ländern, Krieg führt zu humanitären Katastrophen, missachtet Menschenrechte und zerstört die Umwelt. Krieg ist die organisierte Form des Terrors und wird diesen nie besiegen, sondern potenzieren.

Wieder einmal wird auch in Augustdorf der „Tag der Bundeswehr“ gefeiert. „Dynamische Vorführungen“ sind angekündigt. Sicher ganz im Sinne des Generalfeldmarschalls der faschistischen Wehrmacht, Erwin Rommel, nachdem die Kaserne immer noch benannt ist. 1937 gegründet, bereiteten hier bereits Wehrmacht und Einheiten von SS und Waffen-SS den Zweiten Weltkrieg vor. Der Völkermord an Jüdinnen und Juden und der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion haben auch in Augustdorf ihre Wurzeln.

Die Motive für Kriege haben sich kaum geändert. Unverhohlen erscheinen hinter der Fassade des „Krieges gegen den Terror“ und des „Kampfes für Menschenrechte“ handfeste geopolitische und ökonomische Interessen. Das „Weißbuch“ der Bundesregierung ist ganz ehrlich, was die Aufgaben der Bundeswehr betrifft. Wie 1914 und 1939 geht es um die ungehinderte Nutzung von Transport- und Handelslinien, um die Sicherheit der Rohstoff- und Energieversorgung.

Auch die Feindbilder bleiben die alten. Ob im Kaiserreich, im faschistischen Deutschland oder in der Bundesrepublik, völlig egal, ob es das zaristische Russland, die Sowjetunion oder das heutige Russland trifft, der Feind steht im Osten.

Im Jahre 2018 wurden weltweit 1,82 Billionen US-Dollar für das Militär ausgegeben. Mehr als die Hälfte davon, 963 Milliarden Dollar, von den NATO-Staaten. Allein die USA gaben mit 650 Milliarden Dollar mehr als zehnmal so viel für Rüstung aus wie Russland. Von 2018 bis 2019 stiegen die deutschen Militärausgaben so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr, um mehr als 10 Prozent auf rund 50 Milliarden Dollar. In wenigen Jahren wird Deutschland mehr Geld in das Militär stecken als Russland.

Profiteure von Aufrüstung und Krieg sind die Rüstungskonzerne und ihre Komplizen in der Politik.  Das Geld fehlt im globalen Kampf gegen die Klimakatastrophe, gegen Armut und Elend. Krieg ist Ursache für Flucht und Vertreibung. Das beschert der Bundeswehr einen neuen Feind, die sogenannte „illegale“ Migration. Hier schließt sich der Teufelskreis.

Anstatt Shuttle-Busse zur Kriegsfeier nach Augustdorf einzusetzen, sollten diese zum sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock umgeleitet werden.

Der Kreisverband DIE LINKE. Gütersloh unterstützt die Aktionen der Friedensbewegung zum „Tag der Bundeswehr“ und wird am Abfahrtsort der Shuttle-Busse in Stukenbrock dabei sein.

Link zur Friedensinitiative Bielefeld und OWL: https://bielefelder-friedensini.de/

Link zur DFG-VK: https://keintagderbundeswehr.dfg-vk.de/ktdb-startseite


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