Pressemitteilung: Rund 300 Menschen demonstrieren in Gütersloh gegen AfD-Veranstaltung
Gütersloh – Am Donnerstagabend haben sich rund 300 Menschen am Wasserturm in der Gütersloher Innenstadt versammelt, um gegen eine Veranstaltung der AfD in der nahegelegenen Stadthalle Gütersloh zu protestieren. Zu der Kundgebung hatte ein breites Bündnis aus demokratischen und antifaschistischen Kräften, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Parteien, Gewerkschaften und engagierten Bürgerinnen und Bürgern aufgerufen.
Die Demonstration begann gegen 17 Uhr und setzte über mehrere Stunden ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und rechte Ideologie. Zahlreiche Redebeiträge unterstrichen die breite Unterstützung des Protests. Vertreterinnen und Vertreter von Die Linke Gütersloh, Omas gegen Rechts, SPD Gütersloh, Bündnis 90 / Die Grünen Gütersloh, Die Linke NRW, DKP, dem DGB, dem Bündnis gegen Rechts, der ACI, der VVN-BdA sowie dem Demokratisch-Alevitischen Kulturverein Gütersloh ergriffen das Wort und machten deutlich, dass rechte Politik in Gütersloh auf entschlossenen Widerstand trifft.
„Die AfD versucht mit solchen Veranstaltungen, ihre Positionen als offenen Dialog darzustellen. Tatsächlich werden dabei jedoch immer wieder rassistische und demokratiefeindliche Positionen verbreitet“, erklärte Versammlungsleiter Zeki Altunay.
Parallel zur Kundgebung nahmen etwa 20 Teilnehmende der Demonstration an der Veranstaltung in der Stadthalle teil und stellten kritische Fragen. Ein wirklicher Austausch kam jedoch nicht zustande – die kritischen Nachfragen kamen nahezu ausschließlich von diesen Besucherinnen und Besuchern. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Vertreter der AfD mit vielen der Fragen überfordert waren und auf zentrale Punkte häufig keine konkreten Antworten geben konnten.
Auch die Teilnahme an der AfD-Veranstaltung selbst blieb überschaubar. Trotz kostenloser Getränke und Häppchen fiel die Resonanz vergleichsweise gering aus.
Vorübergehend blockierten sechs Aktivistinnen und Aktivisten mit einer Sitzblockade den Eingang der Stadthalle. Während dieser Zeit war der Zugang zur Veranstaltung zeitweise eingeschränkt. Nach Gesprächen zwischen Polizei und Versammlungsleitung wurde die Blockade schließlich beendet.
Die Organisatoren ziehen eine klare Bilanz: „Die große Beteiligung und das breite Bündnis zeigen, dass viele Menschen in Gütersloh bereit sind, gemeinsam gegen rechte Ideologie und für eine offene, solidarische Gesellschaft einzustehen“, so Altunay.

