Gütersloher Bürgermeisterin spricht mit Vertretern der Initiative gegen Kinderarmut
Am Donnerstag nahm sich die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger Zeit, um mit Vertretern der „Initiative gegen Kinderarmut“ über deren Forderungen zu sprechen. Am Gespräch nahmen weitere Vertreter der Stadt aus den Bereichen Jugend und Soziales teil. Rainer Westphal von der Attac Regionalgruppe Gütersloh, Peter Ritsche vom Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V. und Michael Pusch, Sprecher der Partei DIE LINKE. im Kreis Gütersloh, brauchten ihre Wünsche nicht lange zu begründen. Das dringender Handlungsbedarf besteht, war allen Anwesenden klar.
Während die Bürgermeisterin wenig Möglichkeiten sieht, noch in diesem Jahr eine Weihnachtsfeier für die betroffenen Kinder zu organisieren, steht sie dem Vorschlag der Initiative, einen „Runden Tisch“ zum Thema einzuberufen, aufgeschlossen gegenüber.
In dieser Runde sollen alle Organisationen zusammenkommen, die im Bereich der Jugend- und Kinderarbeit tätig sind. Die zahlreichen bereits vorhandenen guten Ansätze in Stadt und Kreis bieten eine gute Ausgangsbasis. Deshalb sollten das Kinderschutz-Zentrum, der Kinderschutzbund, die „Gütersloher Tafel“ und die „Gütersloher Suppenküche“, die alle bereits hervorragende Arbeit leisten, zu den ersten Ansprechpartnern gehören.
Ziel muss es sein, die vorhandene Arbeit zu stärken, auszuweiten und zu koordinieren. Zugleich sollte über neue Wege einer erfolgreichen Kinder- und Jugendpolitik im Kreis gesprochen werden und diese in die Tat umgesetzt werden.
Als Vorbild könnte der erfolgreiche „Runde Tisch“ gegen die Aufmärsche der Neonazis in Gütersloh dienen.
Neben der Stadt Gütersloh ist aber auch der Kreis gefordert. Die Initiative erwartet vom Kreis Güterslohals einem der Gesellschafter der GT aktiv GmbH:
• Ein „Weihnachtsgeld“ von 50,- € für jedes Kind unter 15 Jahren, das vom ALG-II-Regelsatz leben muss. Die 50,- € je Kind können für Kleidung, Spielzeug und Bücher ausgegeben werden. Gegen Vorlage der Quittung erfolgt die zügige Erstattung der Kosten.
• Die sofortige Aufhebung aller Kürzungen und Sperren für ALG-II-Bedarfsgemeinschaften, in denen Kinder unter 15 Jahren leben.
• Die Übernahme der vollen Heizkosten für alle ALG-II-Empfänger.
Bereits in der letzten Woche sagte das Gütersloher Antifa Bündnis „Courage gegen Rechts“ die Unterstützung der Initiative zu. Inzwischen unterstützen auch der Verdi Ortsverein Bielefeld-Gütersloh und der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Kreisgruppe Gütersloh die Initiative gegen Kinderarmut.
Die Gütersloher Ideen haben inzwischen Nachahmer gefunden. In den Städten Ahlen, Borken, Dortmund und Krefeld sowie im baden-württembergischen Kreis Rems-Murr gründeten sich bereits ähnliche Initiativen.
Da die Zeit drängt, treffen sich die Mitglieder der Initiative bereits am Montag, dem 19. November um 19:30 Uhr im Seminarraum der Weberei. Weitere Unterstützer sind herzlich willkommen!
Attac Regionalgruppe Gütersloh – Rainer Westphal, Bernd Feindt, Tel.: 05248/7843,
Mobil: 0171/ 6346268, attac-guetersloh@t-online.de
Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V., BSoZD e.V., - Almut Langer, Peter Ritsche, Tel: 05242/940156, Fax: 05242/940158, Zentrale@bsozd.com, www.bsozd.comCourage
Courage gegen Rechts Gütersloh courage-gegen-rechts.de.vu
DIE LINKE. KREIS GÜTERSLOH - Petra Gotthardt, Michael Pusch, Tel.: 05423/930966, Handy: 0171/1709215, info@die-linke-guetersloh.de, www.die-linke-guetersloh.de
Der PARITÄTISCHE Kreisgruppe Gütersloh, Dieter Brinker, 05241-20631, guetersloh@paritaet-nrw.org, guetersloh.paritaet-nrw.org
Forum Linker Gewerkschafter – Fritz Ludwig, Tel. 05242/57448, Rainer Johanterwage 0171/6592057
Linksjugend ['solid] Kreis Gütersloh, Nicole Sanker, Marco Lehmann, Tel. 05423/930966, www.die-linke-guetersloh.de/solid/
Verdi Ortsverein Bielefeld-Gütersloh, Hardy Liebrich, hardy.liebrich@verdi.de
