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DIE LINKE.: Bundeswehr auf Schülerjagd in Rheda-Wiedenbrück

Wieder einmal ist die rollende Reklamegruppe der Bundeswehr im Kreis Gütersloh unterwegs. Am Mittwoch und Donnerstag versucht die Bundeswehr Jugendlichen am Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück eine „Karriere“ bei der Bundeswehr schmackhaft zu machen. Was ihnen die zivile Gesellschaft immer seltener bieten kann, verspricht die Bundeswehr jungen Menschen: Ausbildung, Studium und Beruf. Das „Großunternehmen“ sei auch für ungelernte Kräfte attraktiv, biete Ausbildungsplätze in rund 100 Berufen und etwa 30 Studiengänge.

„Es ist unverantwortlich“, so Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE., „wenn die gleichen Politiker, die seit Jahrzehnten unser Bildungssystem demontieren und tatenlos zusehen, wie 10.000de Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden, es zulassen, wenn sich die Armee als Zukunftsperspektive für junge Menschen präsentiert.“

 „Wir fordern ein Ende der zahlreichen milliardenschweren Rüstungsprojekte und eine drastische Kürzung der Rüstungsausgaben. Das Geld wird dringend gebraucht zur Schaffung von Ausbildungsplätzen und von zivilen Arbeitsplätzen, “ so Marco Lehmann, stellv. Sprecher des Kreisverbandes.

Der Krieg zerstört die Menschen nicht nur physisch. Es gibt massive Fälle von Alkoholmissbrauch und immer mehr Soldaten kommen traumatisiert von Auslandseinsätzen zurück.

Wer aus dem Krieg zurückkommt, wird also nicht mehr der sein, den wir kennen. Vielleicht hat er, oder sie, auch das Blut von Frauen und Kindern an den Händen.

„Der Kreisverband DIE LINKE. Gütersloh ist entsetzt über die Verantwortungslosigkeit der zuständigen Stellen an Schulen, im Kreis und in den Kommunen. Wir sind der Überzeugung, dass der Bundeswehr kein öffentlicher Raum geboten werden darf um Kanonenfutter zu werben, “ so Marco Lehmann.

Der Kreisverband DIE LINKE. ruft zum Protest auf und unterstützt jede Art des gewaltfreien Widerstandes. Das gilt natürlich auch für die regelmäßigen Auftritte der Bundeswehr bei der GT aktiv GmbH und in den Rathäusern von Rheda-Wiedenbrück, Halle und Versmold.

Noch vor 20 Jahren war es schier unvorstellbar, dass deutsche Soldaten jemals wieder zu etwas anderem als der Landesverteidigung eingesetzt würden.

Inzwischen sind deutsche Soldaten in 11 Ländern im Einsatz. Die Strategie der NATO wird immer aggressiver. Ohne Rücksicht auf Verträge und Abkommen wird die NATO immer weiter nach Osten ausgedehnt. Russland wird regelrecht eingekreist.

UNO-Mandate und Völkerrecht spielen für die NATO keine Rolle mehr und sogar der Einsatz von Atomwaffen wird geplant. Zudem wird das Mitspracherecht einzelner Mitgliedsstaaten beschnitten.

„Wir freuen uns deshalb sehr, dass der Landesverband DIE LINKE.NRW einem Antrag des Kreisverbandes Gütersloh gefolgt ist und den Austritt Deutschlands aus der NATO fordert!“, so Michael Pusch.

Wenn die NATO Anfang April in Straßburg ihren 60. Geburtstag feiert, wird natürlich der Kreisverband DIE LINKE. dabei sein. Die Friedensbewegung hat mehrere Sonderzüge organisiert. Einer fährt über Gütersloh. Weitere Infos und Fahrkarten unter 0171-1709215 oder info@die-linke-guetersloh.de

 

Michael Pusch, Sprecher, Marco Lehmann, stellv. Sprecher

Kreisverband DIE LINKE. GÜTERSLOH

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