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Archiv: Solidarität mit Berndt Pfeifer - Weg mit Hartz-IV

Berndt Pfeifer: "Danke für die moralische Unterstützung in der Auseinandersetzung mit der GT aktiv GmbH"

Liebe Freundinnen und Freunde,
 
ich möchte diesen Weg nutzen, um mich bei allen Menschen aus nah und fern für die moralische Unterstützung in der Auseinandersetzung mit der GT aktiv GmbH zu bedanken.
 
Zu Beginn meines fast siebenwöchigen Hungerstreiks dachte ich, daß die Entschuldigung für diese wirklich menschenverachtende Behandlung schnell vom Tisch ist. Doch mit jedem Tag, mit jeder Woche die verging, erhielt ich Anrufe aus der ganzen Bundesrepublik, von Menschen die noch unwürdiger in die Armut und dem zu Folge in Hartz IV getrieben wurden. Menschen die wie ich, 30-40 Jahre gearbeitet haben und immer brav Steuern dafür zahlten.
Diese Menschen bekamen aufgrund ihres Alters in keiner Agentur ein  Vermittlungs- angebot und landeten bei Hartz IV. Diese Maßnahme trägt zurecht ihren Namen, einen Namen eines Verbrechers, der einmal für die Zukunft unseres Landes, unter der Schröder - Fischer - Clique , diese Gesetze und die Agenda 2010 geboren haben.
 
In der ersten Woche meines Hungerstreiks unterrichtete ich alle in Gütersloh im Rat vertretenen Parteien, inklusive der Bürgermeisterin und dem Landrat Herrn Adenauer. Von allen habe ich in dieser Zeit keine Antwort, geschweige ein Gesprächsangebot oder ähnliches erhalten.
Nur die Partei "Die Linke." besuchte mich während meines Streiks zu Hause, um mir ihre Anteilnahme und Hilfe in jeglicher Form zukommen zu lassen, falls ich es wünschte. Das habe ich auch gerne angenommen und als sehr nette und Bürgerinteressierte Geste empfunden.
Die Vorwürfe von Staatssekretär Brandner kann ich nicht nachvollziehen, daß die Linken "meinen Fall" parteipolitisch ausgenutzt haben um Stimmung gegen die Hartz IV Gesetzgebung zu machen.
Ich glaube Herr Brandner leidet unter Wahrnehmungsstörungen und sollte sich darauf besinnen, daß er zu den Befürwortern des Gesetzes gehörte, unter dem heute Millionen Menschen leiden und in die Armut getrieben werden.
Von Herrn Brandner erhielt ich im Krankenhaus ein Fax, nachdem er schon seit Wochen von meinem Hungerstreik wußte, mit der Bitte zur Beendigung des Hungerstreiks und dem Angebot der Vermittlung durch eine mir vertraute Person.
Dieses Angebot gab ich an den Verein "Tacheles e.V." weiter und bedanke mich auch auf diesem Wege noch einmal für die Unterstützung, die mir Zuteil wurde.

Liebe Freundinnen und Freunde, der "Fall Pfeifer" geht im ganzen Lande ungehemmt weiter. Menschen werden weiterhin unwürdig auf Ämtern behandelt und können erst ihr Recht mit Hilfe eines Rechtsanwaltes durchsetzen.
Das kann und darf nicht sein, damit muß Schluß sein.

Ich erinnere mich sehr gerne an meine Kölner Zeit, in der wir eine lange Zeit ein Lied sangen:
 

"Arsch huh, Zäng ussenander!"

 
Vielen Dank und solidarische Grüße aus Gütersloh
 
Berndt Pfeifer
 
 
May all beings be well and happy!
 
Free Burma and Tibet now!
 
 

Vermittlung im Hungerstreik des Berndt Pfeifer - Gemeinsame Erklärung von GT aktiv und Tacheles e.V.

Am Montag, dem 14. April, fand ein Gespräch zwischen der Geschäftsführung der GT aktiv, Gütersloh und dem Verein Tacheles e.V., Wuppertal als Vertreter Berndt Pfeifers statt. Nach mehrstündigen Verhandlungen wurde eine tragfähige, für beide Seiten sinnvolle Vereinbarung getroffen. Aufgrund der vorgelegten Lösungsvorschläge erklärte sich Berndt Pfeifer bereit, seinen über sechswöchigen Hungerstreik am Montag um 17.30 Uhr zu beenden.

Über den Inhalt der Gespräche und die erzielten Ergebnisse wurde zwischen beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

gez. Fred Kupczyk
GT aktiv

gez. Harald Thomé
Tacheles e.V.


siehe dazu: Mutig, stolz und kämpferisch. und Kampf gegen Verletzungen der Menschenwürde, insbesondere im Gewand von Hartz IV

Bericht und Fotogalerie Demo in Gütersloh: Solidarität mit Berndt Pfeifer - Weg mit Hartz-IV

Mehr Menschen als erwartet folgen Demo-Aufruf von Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V.  und DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh (...)

zur Fotogalerie (...)

Interessanter Artikel zu der Situation von Herrn Pfeifer (Copyright © 2008 Frankfurter Rundschau) 11.04.08: Hartz IV "Wie eine lästige Fliege"

Als Antwort auf die Berichterstattung in den lokalen Medien: Dokumentation Flyer: Bürgermeisterkandidat Fred Kupczyk für Halle Westf lässt Gütersloher Bürger verhungern!

Redeskript: Martin Behrsing

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Mitstreiter,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind heute hier zusammen gekommen, um unsere Missachtung und Wut über die brutale Gewalt und ARGE Willkür, die hier für Bernd Pfeifer lebensbedrohlich wurde, jetzt und hier zum Ausdruck zu bringen.

Ein Mensch wird soweit gebracht, dass er Gewalt gegen sich selber richtet und letztendlich intensiv-medizinisch behandelt werden muss.

Währenddessen waschen die Gewaltverursacher ihre Hände in Unschuld. (...)


Hartz IV öffnet Tür und Tor für Schikanen

Zu dem seit mehreren Wochen anhaltenden Hungerstreik von Berndt Pfeifer aus Gütersloh (Nordrhein-Westfahlen) erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende der DIE LINKE. Katja Kipping:(...)

Demoaufruf Gütersloh: Solidarität mit Berndt Pfeifer - Weg mit Hartz-IV

der "Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V." und  DIE LINKE. Kreisverband GÜTERSLOH rufen zur Teilnahme an einer Demonstration auf:

"Solidarität mit Berndt Pfeifer - Weg mit Hartz-IV" lautet das Motto.

Achtung! Falscher Termin in der NW: Die Kundgebung findet statt am Donnerstag, den 10. April 2008 um 15 Uhr.
Ort: GT-Aktiv GmbH, Friedrich-Ebert Strasse 31, Gütersloh.

Fünf Minuten zu Fuß vom Gütersloher HBF entfernt!

Bisher haben als Redner zugesagt:
Martin Behrsing, Sprecher Erwerbslosen-Forum Deutschland
Rüdiger Sagel, Landtagsabgeordneter DIE LINKE.NRW
Helmut Manz, Landesvorstand DIE LINKE.NRW

Bitte weitersagen, weitermailen und verteilen!

hier als pdf-Datei zum ausdrucken

Solidarität mit Berndt Pfeifer

Seit mehr als 5 Wochen befindet sich der Gütersloher Berndt Pfeifer im Hungerstreik.

Sein Zustand ist inzwischen lebensbedrohlich.


Wir verlangen von der GT aktiv GmbH als zuständige ARGE die sofortige Erfüllung der Forderungen von Berndt Pfeifer:

  1. Die Rücknahme des letzten Bewilligungsbescheides von Ende Februar, in dem die Miete erheblich gekürzt wurde

  2. Die Auszahlung der im Dezember 07 zu Unrecht einbehaltenen 55,80 Euro (Verpflegungsanteil in der Regelleistung für einen Krankenhausaufenthalt, den Herr Pfeifer NICHT angetreten hat)
  3. Eine Entschuldigung durch den Geschäftsführer der GT aktiv GmbH, Herrn Kupczyk.

Berndt Pfeifer bitten wir, seinen Hungerstreik zumindest zu unterbrechen.

Sein Fall ist kein Einzelfall. Er hat mit seiner Aktion das Schicksal der vielen Tausend von Hartz IV betroffenen Menschen im Kreis Gütersloh ins Bewußtsein gerückt.

Wenn Berndt Pfeifer seinen Kampf gewinnt, gewinnen wir alle!

Wir fordern, dass die ARGEn wie die GT aktiv GmbH ihrer Verpflichtung nachkommen und die Betroffenen zu ihrem Wohle beraten.
Es besteht eine Hinweis- und Beratungspflicht!
Wir fordern das Unterlassen rechtswidriger Vorgehensweisen wie die von der GT aktiv GmbH praktizierte Deckelung der Heizkosten.
Wir wehren uns gegen Kürzungen der Mittel für Beratungsstellen, gegen die Aushöhlung der Prozeßkostenhilfe und die Erhöhung der Anwaltsgebühren.    
Wir fordern eine sofortige Anhebung der Regelsätze auf 500,- €!

Hartz IV muss überwunden werden

Die Hartz-Gesetze und die Agenda 2010 sind nicht ohne Alternative! Aber sie sind politisch gewollt um Löhne zu drücken, Arbeitszeiten zu verlängern, Leiharbeit und Hungerlöhne zu etablieren. In diesem Sinne waren die Hartz-Gesetze ein Erfolg. Zum Wohle derer, die eh schon genug haben. Die Demokratie kapituliert vor der Macht des Geldes.
Inzwischen zeigen sich weitgehende Folgen: Die Armut nimmt zu, die Zahl der in Armut lebenden Kinder hat sich verdoppelt, die Renten sinken, den Sozialversicherungen fehlen Einnahmen und die Kaufkraft sinkt. Das geht auch zu Lasten von Einzelhandel und Handwerk.
Dieses Land ist reich, viel reicher als noch vor 30 Jahren. Eine soziale Grundsicherung für ALLE ist deshalb möglich. Wir fordern die öffentliche Diskussion über Grundsicherung und Grundeinkommen.

Es reicht!

Wir rufen auf zur Teilnahme an der Demonstration am 10. April um 15 Uhr vor der GT aktiv GmbH in der Friedrich-Ebert-Strasse 31, 33330 Gütersloh

Bisher haben als Redner zugesagt:


Martin Behrsing, Sprecher Erwerbslosen-Forum Deutschland
Rüdiger Sagel, Landtagsabgeordneter DIE LINKE.NRW
Helmut Manz, Landesvorstand DIE LINKE.NRW

Mehr Infos unter  http://www.bsozd.com und www.die-linke-guetersloh.de



Peter Ritsche, Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V.
Michael Pusch, DIE LINKE. KREISVERBAND GÜTERSLOH

Solidarität mit Berndt Pfeifer- Weg mit Hartz-IV

-Großes Interesse und viele Fragen zu Hartz-IV am 3.4.08 in Gütersloh-

Viel Interesse fand am Donnerstag eine Veranstaltung vom "Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V." und der DIE LINKE. KRESVERBAND GÜTERSLOH zu den Hartz-Gesetzen. Die Aktion eines Einzelnen hat das Schicksal vieler Tausend Menschen hier im Kreis Gütersloh ins Bewußtsein vieler gerückt.
Berndt Pfeifer befindet sich inzwischen im Krankenhaus, er setzt seinen Hungerstreik fort.
Viele ähnliche Schicksale sind dem Bielefelder Rechtsanwalt Armin Döring bekannt. Aber er kennt auch das sogenannte „Sozialstaatsgebot“. In Artikel 20 des Grundgesetzes heißt es „die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat.“
Außerdem sind die ARGEN wie die GT aktiv GmbH dazu verpflichtet, „die Betroffenen zu ihrem Wohle zu beraten.“ Es besteht eine Hinweis- und Beratungspflicht.(...)


Gespräche zwischen GT aktiv GmbH Arbeitsvermittlung, Gütersloh und Berndt Pfeifer sind vorerst gescheitert

Seit 3 Wochen befindet sich der Gütersloher Berndt Pfeifer im Hungerstreik. Er sieht keine andere Möglichkeit mehr, seine Rechte gegenüber der GT-Aktiv GmbH durchzusetzen.
Manfred Andreas, Peter Ritsche und Michael Pusch vom Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V. bzw. vom Kreisverband DIE LINKE. GÜTERSLOH sprachen am Freitagnachmittag 1 ½ Stunden lang mit Herrn Pfeifer. Dieser berichtete von den am Vormittag vorerst gescheiterten Vermittlungsgesprächen mit der GT-Aktiv Fachbereichsleiterin Ellen Stephan. Zugleich kündigte Herr Pfeifer für Montag einen Trinkstreik an.
Bereits der mehr als 3-wöchige Hungerstreik kann zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führen. Ein Trinkstreik aber, die Verweigerung der Flüssigkeitsaufnahme, kann bereits innerhalb von 3 bis 4 Tagen tödlich enden. (...)

siehe auch: Hungern für mehr soziale Gerechtigkeit - WDR MEDIATHEK regional (...)

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