Solidarität mit den Milcherzeugern
DIE LINKE. Kreis Gütersloh unterstützt die Forderung und den Protest der Milchbäuerinnen- und bauern für faire, gerechte und kostendeckende Milchpreise. Diese Solidarität ist dringend geboten, um die Zukunft der Milchproduktion zu sichern.
Vielen Bürgern scheint es nicht mehr klar zu sein, welch elementare Bedeutung der Landwirt-schaft zukommt. Nicht Billigimporte aus aller Welt, oft erzeugt unter katastrophalen sozialen und ökologischen Bedingungen und transportiert und gekühlt unter Verschwendung riesiger Mengen Energie, sind die Basis der Nahrungsmittelversorgung, sondern die heimische Erzeu-gung.
Für ein hochwertiges Produkt wie Milch erhalten die Bauern 27 bis 35 Cent je Liter. Zur Zeit bringt den Bauern die Milch einer Kuh damit rund 7 – 8 € täglich. Wie soll das gehen? Die Auf-zucht der Tiere, Futter und Wasser, Energie, tierärztliche Versorgung, alles muss davon bezahlt werden. Der Preis liegt unter den Herstellungskosten. Faire Löhne, artgerechte Tierhaltung und ein nachhaltiges Wirtschaften sind somit von vornherein unmöglich.
Keinem Bauern fällt es leicht, die Produkte seiner Arbeit zu vernichten. Das sich immer mehr Landwirte dazu entschließen, zeigt die Dramatik der Situation.
Die Molkereien, aber auch der Einzelhandel, sind völlig zu Recht Adressaten des Protestes. Die Molkereien müssen angesichts steigender Produktionskosten faire Preise sowohl gegenüber den Bäuerinnen und Bauern als auch gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel durchsetzen.
Preiskämpfe mit Grundnahrungsmitteln auf der einen und Maximalprofite für Handelsketten und Molkereien auf der anderen Seite verbieten sich von selbst.
DIE LINKE fordert kostendeckende Preise für die Landwirtschaft. Diese müssen aber auch be-zahlbar sein. Deshalb gehört für uns die Diskussion um existenzsichernde, gerechte Löhne, armutsfeste Renten und die Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze unbedingt zu dieser Debatte dazu.
DIE LINKE fordert eine Agrarpolitik, die auch strukturpolitisch die richtigen Weichen stellt: Für eine soziale und ökologische Entwicklung ländlicher Räume mit multifunktionalen landwirt-schaftlichen Betrieben. Die Nahrungsmittelerzeugung muß regionalisiert werden unter Einhal-tung sozialer und ökologischer Standards.
Schöne Worte helfen aber nicht weiter, die Bauern brauchen jetzt aktive Unterstützung!
Deshalb fordert DIE LINKE. alle Bürger im Kreis auf: stärkt die regionale Landwirtschaft, geht zum nächsten streikenden Milchbauern, holt dort eure Milch und laßt als Gegenleistung eine Spende von 1,- € je Liter dort.
Die heimischen streikenden Milcherzeuger bitten wir zu prüfen, inwieweit sie ihre Milch an die Gütersloher Tafel, die Kindersuppenküche, Kindergärten und Schulen abgeben können.
Damit wäre allen geholfen!
Übrgens: Je schneller die Regale der Einzelhändler leer sind, um so stärker ist die Position der Milchbauern!
Und noch etwas: Handys und Flachbildschirme machen nicht satt!
Mehr Infos zur Linken im Kreis unter info@die-linke-guetersloh.de, 0171-1709215 oder www.die-linke-guetersloh.de
Petra Gotthardt, Sprecherin, Michael Pusch, Sprecher
DIE LINKE.KREIS GÜTERSLOH
0171-1709215
