DIE LINKE Stadtverband Gütersloh:Altersarmut - In der Geld regierte Welt gehen Würde und Respekt schnell verloren beim Umgang mit Senioren und Seniorinnen
Ältere Menschen haben ihre eigenen Bedürfnisse und wollen auch im Herbst ihres Lebens selber entscheiden. Doch mit kleiner Rente ist dieses nicht möglich. Bereits im Jahr 2015 teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem damaligen Armutsbericht mit, dass die Armutsquote bundesweit bei 15,6% lag. Diese Zahl war zum ersten mal in diesem Jahrtausend über den Durchschnitt der Bundesbevölkerung.
In NRW waren ein Jahr später 2016 ca. 148.000 Menschen zu ihrer Altersrente auf Grundsicherung zum Leben oder auf den Partner angewiesen. Ein berufliches Zurückstecken im Erwerbsleben hat heute für diese Menschen zur Folge, dass viele von ihnen keinen Aufbau einer ausreichenden und eigenständigen Alterssicherung vornehme konnten. Sei es die Erziehung der Kinder oder die Pflege eines Familienangehörigen, die Möglichkeiten zum Aufbau von Rücklagen zur heutigen Rente wurden ihre Grenzen setzte. Hinzu kommen der Erwerb durch Niedriglohn- und Minijobs. Eine heutige adäquate und quantitative Krankenversorgung ist in einigen Fällen ebenso nicht möglich. Aufgrund des heutigen geringen Einkommens sind viele Rentner und Rentnerinnen gezwungen einen Wohnungswechsel vorzunehmen. Auch beim Erhalt der Grundsicherung ist dieses nicht ausgeschlossen, da die bewohnten Wohnungen oft zu teuer sein könnten. Ein Zwangsumzug kann von Amtswegen eingeleitet werden.
Frauke Kralemann Sprecherin des Stadtverbandes
Judith Wilmsen Beisitzerin des Stadtverbandes
Frank Held-Evertz Sprecher des Kreisverbandes
Tom Schalück Vertreter der LinksJugend Solid - stellv. Sprecher des Kreisverbandes
