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DIE LINKE. Stadtverband Gütersloh: Sexuelle Gewalt an Kindern/Jugendlichen unter 21 Jahre - Opferzahlen müssen sinken nicht steigen

DIE LINKE. Stadtverband Gütersloh

Oft findet er unbeobachtet von der Gesellschaft im engeren Kreis statt. Der sexuelle Missbrauch (sexuelle Gewalt) an den Jüngsten. Sexueller Missbrauch ist jedoch keine Privatsache. Er ist eine Verletzung der Menschenrechte.

Die Folge daraus ist, dass die Opfer ein Leben lang unter dem Mißbrauch leiden. Häufig werden sie im Erwachsenenalter selber zu Tätern. Die jetzt im Haushaltsbuch veröffentlichen Zahlen der bekannt gewordenen Fällen sexueller Gewalt an Kindern/Jugendlichen unter 21 Jahre liegt 2016 bei erschreckenden 238 Fällen. Verdachtsfälle inbegriffen. Davon sind 78 in der Stadt Gütersloh. Die Folgejahre werden laut Haushaltsbuch mit 230 Fällen berechnet. Im Vergleich zum Jahr 2009 lagen sie bei 242 im Kreis und 62 in der Stadt Gütersloh. Die hohe Zahl von 238 Fällen sexueller Gewalt im Kreis Gütersloh und davon 78 Fällen in der Stadt Gütersloh verlangt nach Maßnahmen zum Schutz unserer Kinder. Eine Neuausrichtung der Bekämpfung von sexueller Gewalt muss im Kreis wie in der Stadt Gütersloh stattfinden. Die Opferzahlen müssen sinken - nicht steigen. Jedes Kind hat ein Recht auf ein gewaltfreies Leben. Es darf im Haushaltsbuch zudem keine weitere Vermischung von „bekannt gewordenen Fällen“ und „Verdachtsfällen“ geben. 

Der Stadtverband DIE LINKE.Gütersloh fordert deshalb von der Verwaltung der Stadt Gütersloh zukünftig eine getrennte Nennung der Fälle von sexueller Gewalt. Weiter fordern wir, dass Maßnahmen ergriffen werden zur Senkung der Opferzahlen, damit es nicht zu einer weiteren Steigerung kommt.

Frauke Kralemann, Sprecherin Stadtverband Gütersloh

 

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